Gemüsekarren
Es war früh am Morgen. In der Ferne sah ich ein großes schwarzes Kreuz, aber als ich mit meinem Fahrrad fast dagegen geknallt war, war’s nur ein verkohlter Baum. Ich setzte mich, nahm eine Flasche Fanta hervor, mein Lieblingsgetränk, und nach etwa einer Viertelstunde sah ich, dass ein kleines Wägelchen herannahte. Es war ein Gemüsekarren. Der Lenker hielt an, stieg ab und schmiss den Inhalt, Blumenkohl, Rüben, Paprika und Salatköpfe samt und sonders in den Wassergraben. Verdutzt schaute ich zu, obwohl ich durchaus verstand, was sich da tat. Ich kannte es von einem Freund aus dem Showbizz. Man entwickelt einen Hass auf alles, was man verkauft.Von Nyk de Vries, Übersetzung Ard Posthuma
Erschienen u.a. in "Edit - Papier für neue Texte"
Ich versteh das ja wie immer als ein Gleichnis auf irgendetwas, dass mich interessiert. Und was interessiert mich? Ja na klar: Kunst. Der Kunstmarkt als Gemüsekarren. Macht Sinn.
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